La dolce Vita in Manfredonia

Ein wunderschöner Morgen erwartete uns heute in dieser traumhaften Marina! Frühstück auf der Terrasse unserer Inspiration mit Allem was dazugehört, auch mit weichgekochtem Ei. Ich hab schon ein Glück, dass die Manu das Zepter in der Pantry (Küche) schwingt, denn wäre ich der Smutje, gäbs nur Kaffee und Nutellabrot.

Zum Leben von uns Weltenbummlern gehört auch, dass wir die Wäsche machen. Mangels Waschmaschine (kein Platz) und Bügelbrett (noch weniger Platz) geschieht das in den örtlichen Wäschereien. Gut, dass die Waschmaschinen und Trockner ein wenig Zeit benötigen, da kann man ein wenig durch die Stadt bummeln und einen Espresso schlürfen.

Da mein Italienisch ja unterirdisch ist, freut es mich natürlich wenn der Automat auch auf deutsch funktioniert. Ansonsten bin ich darauf angewiesen die Bilder zu deuten, was mir bei der folgenden Werbung im Waschsalon etwas „spanisch“ vorkommt, obwohl wir doch in Italien sind:

Ist es in Italien wirklich üblich, seine Haustiere in der Maschine zu waschen, oder bin ich sozusagen „Lost in translation“. Was sagen die eingefleischten Italienfans dazu ?

Gestern Abend sind wir ja noch kurz in die Stadt, um herauszufinden, wann diese Wäscherei geöffnet hat. Da wir uns natürlich nicht auskannten, ließen wir Google Maps den Weg auswählen, was uns an folgende Orte geführt hat:

Jetzt stellt euch vor, es ist dunkle Nacht und ihr wandert über einen einsamen, verlassenen Parkplatz, am Ende dessen geht es durch einen aufgebrochenen Zaun durch, um anschließend auf einem Kiesbett zu landen. Anschließend folgen wir den Schienen bis zum Bahnhof auf dem zuletzt Don Camillo persönlich ausgestiegen. Na Servas!! Das ich Abenteurer mag hat Google offensichtlich sehr wörtlich genommen.

Hier ein paar Eindrücke von Monfredonia:

Abends haben wir noch einen Einkaufsbummel durch die Stadt gemacht, denn für die kommenden Tage brauchen wir Proviant an Bord. Wir sind hier wirklich in das italienische Leben eingetaucht und es war wunderbar. Einkauf im kleinen Laden an der Ecke, Fleisch in der Bodega und Obst am Straßenrand. Es wurrlt, weil viele Leute und Kinder unterwegs sind, Immer wieder gehen wir an Menschen vorbei, die sich wie fast wild zusammengewürfelt mit Campingstühlen in den Gassen zusammensetzen und offensichtlich eine gute Zeit haben. Super!

Beim Einkauf in dem kleinen Laden war mein Italienisch gefordert und mit Stolz kann ich euch von meinem ersten Gespräch berichten ( zwischen mir und der Verkäuferin):

Ich: Scusi

Sie: Prego

Ich : Zuccero ?

Sie : Uno ?

Ich: Uno!

Sie: Per favore!

Ich: Mille Gracie!

Na wenn das nicht eine Glanzleistung war, dann weiß ich auch nicht. Ich bin halt ein Multilinguat oder so.

Abends gings dann noch auf Espresso und Cocktail in eine Marinabar, verspäteter Sundowner sozusagen.

La dolce Vita eben !

Distinti Saluti!

Gerhard und Manuela

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