
Ich erwachte, da unser Schiff ein wenig zu schaukeln begann. nicht viel, aber doch ein Kontrast zu der wirklich stillen Lage die ganze Nacht hindurch . Der Blick nach Draußen offenbarte, dass eine Fähre, eine wirklich große Fähre gerade nach Mahon einlief. Ein wenig verwundert ging ich wieder unter Deck und legte mich nochmal hin, die letzten Tage waren doch zehrend gewesen.
Einige Stunden später, so gegen 10:00 Uhr bereitete Manu das Frühstück vor, wir deckten im Cockpit auf und genossen die Morgensonne. Wir wussten zwar, dass wir vor einem kleinen Hafen geankert hatten, aber dass hier eine Villa oder ich glaube in Spanien sagt man „Finca“ die Andere säumt, ist uns des Nächtens nicht aufgefallen. Wirklich ein schöner Flecken hier.



Nach dem Frühstück war es bei mir wieder mal Zeit für ein Bad und so nahm ich auch Eines. Ich ging mit meinem Baby Duschgel zur Badeleiter. Wie Gott mich schuf begab ich mich ins kühle Nass, kam zum Einseifen wieder an Bord und hechtete sofort wieder ins Wasser. Es war herrlich, nicht wirklich besonders warm aber so angenehm, dass ich gleich mehrere Runden um die Inspiration zog. Wieder an Deck bekleidete ich mich nach dem Abtrocknen mit Haube und Handtuch.



Kurze Zeit später sahen wir die Fähre wieder, wie sie aus Mahon heraus kam. Vor ihr fuhr das Lotsenboot her und führte augenscheinlich die Fähre durch den Kanal. Schon imposant, wenn so ein großes Schiff relativ nahe vorbeizieht. Auf dem Rückweg kam das Lotsenboot auf uns zu. Sinnierend, ob die denn was von uns wollten, tauschte ich mein Handtuch gegen echte Kleidung, gerade rechtzeitig, denn das Lotsenboot ging längsseits und eine überaus nette Dame teilte uns mit, dass dieser Ankerplatz eigentlich Keiner sei und er nur in der Hochsaison benützt werde, wenn die Marinas alle voll wären. Aber ganz in der Nähe sei ein super Ankerplatz und da wären wir auch den Fähren nicht im Weg. Nach einer höflichen Verabschiedung brauste das Lotsenboot wieder davon.
Ob wir jetzt wirklich der Fähre im Weg waren oder sich einer der Villenbewohner ob der drohenden Nudisteninvasion an die Hafenbehörde gewandt hatte, vermag ich nicht zu sagen. Wir holten jedenfalls den Anker hoch und verlegten die Inspiration zu dem beschriebenen Platz. Die Lotsin hatte nicht zu viel versprochen, denn hier war es wirklich malerisch. Am nächsten Tag kam sie mit einem Schlauchboot der Hafenbehörde vorbei, um zu sehen, ob bei uns alles in Ordnung sei. Wirklich Top!




Erstmals auf unserem Trip nahmen wir den Aussenbordmotor, einen „Mariner 3,5 PS Langschaft“ in Betrieb. Zum Testen heizte ich natürlich ein wenig durch die friedliche Bucht. Es erinnerte wohl ein wenig an diese eine Szene aus dem Film „Muttertag“, in der dieses Moped den morgentlichen Frieden jäh zu Nichte machte.
Aber eh nur ganz kurz, schließlich muss das Gerät ja getestet werden, bevor es auf große Fahrt geht. Selbige war dann gar nicht so groß, nur etwa 200 Meter bis zum Ufer. Wir spazierten zum Castell, besichtigten dieses soweit es ausserhalb der Öffnungszeiten möglich war und spazierten noch ein wenig auf der Landzunge herum, bevor es wieder zurück an Bord ging.







Am nächsten Morgen genossen wir dieses paradiesische Ambiente beim Frühstück. Danach begab ich mich mit dem Dinghi zu dem Ministrand, um ein wenig zu schwimmen, im Wasser herum zu waten und nach Muscheln zu suchen. Manu hatte Officearbeit zu erledigen und ich wollte nicht stören (HiHiHi:-). Wieder zurück machten wir uns klar für die wirklich große Fahrt, mit dem Dinghi quer über den Kanal zum Einkaufen in den Ortsteil „El Castell“. Es gab einen kurzen Schreckmoment, als der Aussenborder in voller Fahrt plötzlich ausging. Doch nach einem Zug an der Startleine erwachte er wieder zum Leben. Wir überquerten die Fahrrinne in einem Kompromiss aus möglichst schnell hinüber, bevor der nächste große Pot kommt und eigentlich wollen wir trockenen Fußes an Land gehen.



Wir machten am örtlichen Dinghisteg fest, nachdem wir geklärt hatten, dass dies gestattet sei. Die Uferpromenade war klein aber fein, keineswegs übertrieben touristisch und eben deswegen sehr einladend. Der Markt, den uns Google vorgeschlagen hatte, war leider bis zur nächsten Saison geschlossen. Doch Nachfragen und der Spur der mit Einkaufstüten bepackten Einheimischen folgen, führte uns zu einigen Läden, in denen wir unsere Bordvorräte aufstocken konnten.



Voll bepackt schlenderten wir noch ein wenig umher, doch so richtig wollten wir nicht bleiben. Irgendwie zog es uns wieder zurück in unsere einsame Bucht und so verlegten wir „Kaffee und Kuchen“ kurzerhand zurück an Bord. Da es Freitag war, also „Hoch die Hände, Wochenende“ haben einige, wohl lokale, Motorboote den Weg in unsere Bucht gefunden aber es ist ja genug Platz für alle da.
Abschließend noch ein paar Bilder von diesem herrlichen Ort. Gerne würden wir länger bleiben, jedoch die Windprognosen für die nächsten Tage veranlassen uns nach Mallorca weiter zu ziehen. Unser nächstes Ziel ist die Stadt Palma de Mallorca, denn unser Motor sehnt sich nach einem Service. In den letzten Tagen hat er beim Starten ein wenig gezickt. Über einen sehr guten Freund, der uns schon mit einem Segelmacher in Cadiz versorgt hat, haben wir Kontakte von lokalen Mechanikern bekommen, welche unseren Jockel mal unter die Lupe nehmen werden.








Übrigens, im Supermarkt stießen wir in der Gemüseabteilung auf das hier:

Nachdem wir keinen Tau hatten, um was es sich handelte, kauften wir es nicht! Denn schließlich sagt man doch: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht !“. Helft uns weiter, vielleicht weiß jemand, was das ist. Schreibt uns einen Kommentar, wir freuen uns schon darauf !
Bis Bald und alles Liebe!
Gerhard und Manuela
Hi Gerhard,
Ich glaube das ist eine Yam Wurzel, wird ähnlich wie eine Süßkartoffel verwendet!
Grüße aus Heidelberg,
Sandra
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Hi Gerhard,
Ich glaube das sind Yam Wurzeln, sind von der Verwendung her ähnlich wie Süßkartoffeln!
Grüße aus Heidelberg,
Sandra
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Hallo Sandra, schön von dir zu hören! Falls wir wieder welche sehen, werden wir sie ausprobieren.
LG
Gerhard und Manu
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